Geschichte

Als Wilsenroth 1667 von der Grafschaft Leiningen-Westerburg zum Fürstentum Nassau-Hadamar kam, wurde das Dorf dem alten Kirchspiel „Blesberg“ (Blasiusberg) zugeteilt, dem außer Frickhofen die Filialgemeinden Dorndorf, Dorchheim, Mühlbach, Waldmannshausen und Langendernbach angehörten. 1722 – 1732 erbaute Frickhofen ohne Unterstützung der Filialdörfer die Kirche St. Martin, die aber erst 1760 allgemeine Anerkennung als Pfarrkirche des Kirchspiels fand.

Wilsenroth verdankt Pfarrer Egenolf seine erste Kirche, für die im Mai 1901 der Grundstein gelegt wurde. Am 08. Oktober 1902 wurde die Kirche im Beisein vieler Geistlicher von Herrn Dekan Franz zu Hadamar feierlich benediziert. Pfarrer Egenolf zu Frickhofen hielt das erste Hochamt, Herr Dekan Frank hielt die Predigt. Dass beim Bau der Kirche geplant war, hoch oben am Turmdachgesims die Ziffernblatthäuschen mit Uhren auszustatten, geht aus zwei Schreiben, die Architekt Fachinger an Schreinermeister Wilhelm Plotz gerichtet hat, hervor.

Wilsenroth hatte jetzt zwar eine neue und schöne Kirche, aber zufrieden war man deswegen noch lange nicht; vor allem nachdem auch Dorndorf 1913 Pfarrvikarie geworden war und Wilsenroth nun die einzige Filiale der Pfarrei Frickhofen war.

Zum 01. Oktober 1928 erfolgte schließlich die Ernennung des Kaplans Reitz in Frickhofen als Pfarrvikar von Wilsenroth. Am 01. April 1959 wurde Berzhahn in die Pfarrei Wilsenroth eingepfarrt. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits der Plan für einen Kirchenneubau fest. Im März 1960 wurde mit dem Abbruch der „alten“ Kirche begonnen. Nur der Kirchturm blieb stehen. Die Grundsteinlegung für die neue Pfarrkirche feierte man im selben Jahr am Fest Peter und Paul. Am 15. Oktober 1961 wurde die neue St. Bartholomäuskirche von Weihbischof Walther Kampe konsekriert.

(Auszüge aus der Wilsenröther Dorfchronik)